Montag, 4. März 2013

Chiquitaland

Radeln entlang der Küste ist Radeln entlang von Bananenplantagen.


































Karibikküste

Grad an der Atlantikküste von Costa Rica angekommen. Un abrazo del Caribe a todos!

Trockenzeit?



Weiterfahrt in die Karibik. Arenal nur noch im Rückspiegel

Heute war un dia de lluvia y viento, eigentlich recht garstiges Wetter zum Radeln. Dabei wäre die Gegend schön hier um Puerto Viejo, nicht mehr weit von der Karibik entfernt: Eine von Niederschlägen geprägte Hügellandschaft, wie wir sie bei uns nicht kennen, eine mit unzähligen kleinen Wasserläufen durchfurchte Gegend. Mit Palmen übersätes Weideland. Das Positive war: keine einzige Hundeattacke (die Köter bevorzugten heute das Trockene), kein Leiden unter der sengenden Sonne, keine Klebrigkeit von Schweiss und Sonnencreme, der Gegenwind steigerte den Fitnesseffekt und stärkte den Durchhaltewillen und am Schluss ein Superhotel mit Superessen, gemanagt von lieben Frauen, an einem Ort, wo ich eigentlich nur zu übernachten plante, weil es mir gross genug erschien, ein oder zwei Absteigen zu haben. So hat alles Schlechte seine guten Seiten und das Gute seine üblen Seiten. Und den jeweiligen Standpunkt wählen wir selber.

DIE Ticos



Andres war Guia (Leiter) meiner Gruppe auf einer Wanderung im Gebiet des Arenal-Vulkans. Sein Vater ist Schweizer, seine Mutter eine Tica. Er selber kann kein Deutsch.
So beschrieb er seine Landsleute:
Die Ticos sind bequem, sie wollen sich nicht anstrengen, sondern das Leben geniessen. Wenn ihr als Touristen armselige Hütten seht, und denkt, wie arm doch die Ticos sind, dann ist das falsch. Sie sind nur zu bequem, das Haus zu flicken oder auszubauen. Lieber liegen sie auf der faulen Haut und geniessen das Pura Vida. 75 % haben keine Kreditkarte, weil sie Angst haben, dass sie zuviel Geld ausgeben, und deshalb mehr arbeiten müssten. Die harte Arbeit in Costa Rica machen die vielen Nicaraguaner. Tico-time (auf Spanisch?) ist ein fester Begriff, etwa so wie Schweizer Pünktlichkeit. Tico-time ist plus/minus eine halbe Stunde. Der Begriff „Ahorita“ ist ebenfalls typisch Tico: „Ahora“ heisst „Jetzt“. „Ahorita“ ist also „ein bisschen Jetzt“, also irgendwann in der nächsten Zeit. Typisch ist auch die Präsidentin Laura Chinchilla: Sie liebt herumzureisen, ist oft in den Medien, aber machen tut sie eigentlich nichts. Die Ticos finden das ok, sie ist damit eine von ihnen.

Samstag, 2. März 2013

Arenal - Costa Rica

Volcano Arenal

Lago Arenal

































An einer Vogelfutterstelle ...

... ein paar Minuten später.

















































Wieder mal Dschungel ...

... und nochmals Dschungel


































Ein Coati

















Das war bien-bien: Baden in einem Thermalbach so gross wie die Sense und ideal warm, um stundenlang drin zu suhlen.

Auf dem Rückweg



Mis amigos,

Endlich wieder mal Wifi. Nicaragua ist ein schwarzes Loch von wegen Internet, jedenfalls dort wo ich war. Und wenn, dann langsam zum Abwinken.

Mir geht’s gut. Ich bin  seit 2 Tagen ziemlich dran, mit Radeln, und Schiff und Bus wieder nach Panama zu kommen. Jetzt grad bin ich in Fortuna (Costa Rica), am Fusse des Vulkans Arenal. Die letzten 2 Tage waren Schifffahrten, zuerst von Ometepe/Nicaragua eine Nacht lang über den See nach San Carlos. Dann Warten auf ein weiteres Schiff von San Carlos/Nicaragua den Rio Frio rauf nach Los Chiles/Costa Rica. Das war eine wunderschöne Dschungelfahrt. Schliesslich bin ich noch über 80 km geradelt. Geschlafen habe ich schlecht und recht neben einem Ghüderkübel, den beide Schiffe waren überfüllt und die Wasserspritzer nässten die schönsten Schlafecken. Das Individualreisen braucht viel Zeit, Nerven, Geduld und Energie, diese schwüle Hitze den ganzen Tag, mühsame Auswanderungs- und Einwanderungsprozedere, Preisverhandlungen wegen des Velos etc. Dann beim Radeln regnet's schnell eine Stunde und man muss in der Pampa warten. Dann klappt der Geldbezug nicht, und man sucht andere Automaten. Auch eine Unterkunft finden, dauert seine Zeit ... schon zum zweiten Mal komme ich am Wochenende in eine Stadt, wo sie eine Sportveranstaltung haben: fast alles war ausgebucht, ich hatte Mühe, was zu finden. Alles ist gut, ich will jaaaa nicht jammern, aber die Tage fliegen einen nur so um die Ohren. Und so viel voraus zu denken und zu planen und zu organisieren. Und am Abend denke ich dann an euch zuhause und sage mir: ach ja, da ist ja noch jemand ennet dem Meer, ich sollte noch ein paar Mails beantworten, aber ich kann nicht mehr.
So geht das.
In Costa Rica ist das Reisen wieder etwas einfacher wegen der vorhandenen Infrastruktur, und ich habe noch eine gemütliche letzte Woche. Allerdings muss ich halt täglich etwa 100 km weiter kommen, und es bleiben nur noch 2 Ruhetage.

Heute mache ich eine geführte Tour auf und rund um das Arenal-Vulankgebiet mit Wandern und Thermenbaden.

Für mich wird es Zeit heim zu kommen, ich hoffe, ich werde noch ein paar schöne Dinge sehen und ein paar gute Tage haben und baden und so, aber eigentlich bin ich voll von Eindrücken. Ich habe langsam genug von fremden Menschen (sie sind mir lieb, nichts gegen sie), Dschungel und Meer und Hotels und ... ich brauche wieder eine Familie und ein Zuhause und sinnvolle Arbeit ...

Bei mir ist es jetzt 22.30 und bei euch 5.30. Ich gehe bald ins Bett und ihr steht bald auf. Ich wünsche euch einen schönen Tag und grüsse euch.

Zuckerfabrik

Die Gegend von Los Chiles bis Fortuna ist fruchtbares Landwirtschaftsgebiet. Riesige Felder Ananas, Zuckerrohr, Gemüse ... Unzählige Trucks mit Orangen rollten an mir vorbei.
Rohrzucker-Fabrik

Flussfahrt nach Los Chiles - Costa Rica

















Am Bug die Kapitänin mit Gehilfen: Sie musste ihrem Mann am Aussenbordmotor hinten im Boot jeweils  Zeichen geben, ob er in den Mäandern mehr links oder rechts fahren musste, weil das Boot derart voll beladen war, dass er nicht mehr nach vorne sah.

Der Dschungel dem Rio Frio entlang. umwerfend schön.

San Carlos - Nicaragua

Das malerische Städtchen San Carlos liegt am südlichen Ende des Nicaraguasees. Von da fliest der Rio San Juan in den Atlantik. Ursprünglich wollte man hier eine Wasserstrasse vom Atlantik in den Pazifik machen.














Geschichte Mittelamerikas

Der erste und letzte Beitrag zur Geschichte Mittelamerikas:
Präkolumbische Petroglyphen.



Velorecycling

Falls dein Velo nicht mehr läuft:
Mach einen Mixer draus.

Evolution

Ein Beitrag zur Evolution von Frauen und Männern

Blatt, aus dem Männer entstanden

Blatt, aus dem Frauen entstanden




Dienstag, 26. Februar 2013

Isla Ometepe / Nicaragua

















„Ometepe ist ein Ort, der aussieht, als ob er einem Märchen oder einem Fantasyroman entstammt: ein Insel, die von zwei aus dem Lago de Nicaragua herausragenden Vulkanen gebildet wird. Dieses ökologische Juwel … „ (Lonely Planet)




Ein Radeltag bei den Ticos & Nicos


Wenn ich radle, stehe ich um 5.30 Uhr auf. Das tönt zwar nicht unbedingt nach Ferien, aber hier in Mittelamerika kann ich ab 12.00 mittags wegen der Hitze kaum mehr radeln. Während ich also frühmorgens meine Siebensachen zusammenpacke und mein Rad belade, koche ich mir mit einem kleinen Tauchsieder einen Kaffee, denn ohne Kaffee komme ich nicht auf Touren.

Um 6.30 wird es hell, dann fahre ich los. Bis gegen 10.00 Uhr ist die Temperatur angenehm unter 30 Grad. Auch hat es oft Schatten der Bäume. Danach steigt aber die Temperatur bis mittags über 40 Grad auf meinem Bordcomputer.

Zum Radeln lese ich mir anhand der Karte möglichst schöne und verkehrsarme Strassen aus, für andere Teile nehme ich den Bus. Es ist schön, hier in dieser üppigen Natur überland zu fahren. Dazu all die Geräusche aus dem Wald: Vögel, Zikaden, Frösche usw. Auch die Menschen sind freundlich, heben den Daumen, hupen und winken. Einmal verlangsamte ein Busfahrer neben mir seine Fahrt, öffnete die Tür, lachte und rief: „Hello, Mister!“

Diese gleichförmige Bewegung des Radelns, sie hat etwas meditatives, ordnendes, heilendes.
Es scheint eine Beziehung zu geben zwischen körperlicher Bewegung und seelischer Ausgeglichenheit. In der Bewegung liegt Ruhe verborgen.

Manchmal ist das Radeln auch mühsam und eintönig, und ich frage mich, was mache ich hier eigentlich? Aber ich denke, die Sinnfrage, die packt einen überall, auch diejenigen, die am Pool liegen und die dritte Piña Colada reinkippen. Und dann kommen wieder spannende Momente und schöne Erlebnisse, und ich sage mir: Gut dass ich das tu!

Ich fühle mich meistens sicher auf den Strassen. In Mittelamerika sind die Hunde nicht so scharf wie in Ecuador. Aber aufpassen muss man auf die vielen Scherben und die vielen Pneuteile, die herumliegen und hervorstehende Stahldrähte haben. Man hört oft von dreister Kriminalität gegenüber Touristen, und als Radfahrer ist man besonders ausgesetzt. Allerdings sind es Überfälle auf Geld oder Kamera etc. Das das touristenstrotzende Costa Rica hat offenbar zunehmende Kriminalität. Es heisst aufpassen.

Ab Mittag steigt mein Thermometer über 40 Grad. Die Radeltour wird dann zu einer Tortur. Wenn ich mir ein Ziel vorgenommen habe, zum Beispiel einen schönen Strand mit Übernachtungsmöglichkeit, und mit Radeln nicht so weit gekommen bin, nehme ich den Bus. Das ist meist problemlos möglich.

Etwa so um 2 Uhr habe ich mein Hotel oder Campingplatz. Dann gehe ich mal baden, im nahen Meer oder oft auch im Swimmingpool des Hotels. Das tut gut, ahh. Das sind schöne Augenblicke. Danach gehe ich etwas essen. Doch meistens mag ich gar nicht so richtig, vor Erschöpfung und vor Hitze. Aber trinken! Am liebsten Jugos oder Batidos.

Danach mache ich meine Wäsche. Was ich zum Fahren trug, wasche ich täglich, es würde sonst am nächsten Tag derart stinken, dass ich mich hassen würde.

Die späteren Nachmittage und Abende verlaufen unterschiedlich. Oft trifft man jemanden im Hotel, mit dem man schwatzt. Ich mache einen Spaziergang am Strand oder in der kleinen Stadt und kaufe ein paar Trinksachen oder Früchte ein. Ich mache auch gerne Yoga am Strand bei Sonnenuntergang. Dazu suche ich mir einen schönen Platz, die Leute um mich herum stören mich schon lange nicht mehr.

Am Abend schaue ich in meine Mails und schreibe dies und jenes, oder lade ein paar Bilder auf meinen Blog. Eigentlich wollte ich auch täglich etwas spanisch lernen, doch dazu reicht die Zeit oft nicht, und ich bin müde und lege mich flach und lasse mich von Morpheus Arme umschlingen.

Sonntag, 24. Februar 2013

Der Pazifikküste entlang nach Nicaragua

Pelicanos

Quepos/Manuel Antonio

Quepos/Manuel Antonio

Puntarenas

Jacó


















Querida Ana y Ronaldo
Gracias por su atención y su franqueza y la información y la conversación en el ferry de Puntarenas a Playa Naranjo hoy. Gracias por su número de teléfono por si tenía algún problema.
Sí, sería bueno verlos otra vez, en Costa Rica o Suiza.
Mucha suerte! -------------- Beat


Playa Del Coco